ok, sowas ginge also?
| "Digitale Informationen an einen Ort hängen." Es ist mittlerweile ganz einfach und ohne Programmierung möglich, digitale Daten (also Videos, Texte, Bilder etc) mit einem Ortsbezug zu versehen. Wenn man also an einer bestimmten Kreuzung, Sehenswürdigkeit oder Farm auf dem Land ist, werden die vorher hinterlegten Informationen angezeigt. Je nachdem kann derjenige, der sie sieht auch drauf klicken, drum herum laufen, oder sie mit anderen teilen. "Glatte Oberflächen mit online Daten verbinden." AR verbindet die physische Welt mit der digitalen, so lautet eine derzeit oft verwendete Feststellung. Das ist auch grundsätzlich richtig. Zu beachten ist hierbei jeoch eine winzige Feinheit. Wenn von der physischen Welt gesprochen wird, dann sind damit Gegenstände gemeint, die (mindestens) eine ebene Oberfläche haben - ok ein Ettiket auf einer Flasche Veuve Cliquot wird auch noch erkannt - aber prinzipiell sollten die Flächen eben sein. Ein Buch, ein Plakat, eine Flasche, das sind in der Tat unstreitbar physische Objekte, die erkannt werden können. Genau genommen ist es aber die eben Fläche, die erkannt wird. Das erklärt auch, warum zum Beispiel keine AR der Welt eine Blume im Botanischen Garten erkennen kann. Die Struktur der Blume hat keine Oberfläche, die verläßlich erkannt werden kann. "Visualisierung von Produkten verbessern." Die Visualisierung ist sozusagen das ureigene Spielfeld der AR. Etwas wird durch eine Kamera erkannt, das erkannte Bild ist quasi die 'Enter'-Taste, und löst - eben so als würde man auf der Tastatur Enter drücken - etwas aus. Oft und gerade bei den ersten AR Anwendungen waren das 3D Modelle. "Bei der Einrichtung helfen." Ja, auch das kann AR leisten. Viele Menschen, die sich früher mit AR beschäftigt haben, dachten sofort an zwei |
Unternehmen, IKEA ud Lego. Schon vor Jahren sind die ersten Videos aufgetaucht bei denen Menschen zu sehen waren, die einzelne Seiten aus dem Produktkatalog von IKEA rausgerissen, sie in einem leeren Wohnzimmer platziert haben und dann wie durch Geisterhand das Sofa aus dem Katalog in der richtigen Größe mitten im Raum stand. "Neue Spielwelten erschaffen." Und das ist auch gleichzeitig ein Feld, in dem derzeit ungeheure Aktivität festzustellen ist. Nintendo, Sony, Microsoft und nun auch viele kleinere Entwickler haben heutzutage technische Mittel in der Hand, die es früher schlichtweg nicht (oder nur zu immensen Preisen) gab. In der Hand haben auch viele Nutzer etwas fast schon alltägliches, das SmartPhone. All die mit Kameras ausgerüsteten Geräte könnnen nun sehen und mit AR kleine Tierchen in die echte Welt bringen. Hier sind wir jedoch alle noch am Anfang, denn Komplexe Spiele wie World of Warcraft aber auch fesselnde Einstiege in diese zweite Wirklichkeit entstehen gerade erst. "Ortsbezogene Dienste erweitern." Das SmartPhone hat eine Kamera und kann wie wir erfahren haben nun sehen. Es kann aber noch mehr, nämlich sich orientieren. Kompass, GPS und weitere Sensorik erweitern sozusagen die Sinne des Telefons - und damit letztlich auch unsere. Die Verbindung von eingeblendeten Daten mit der Orientierungssensorik von mobilen Endgeräten ermöglicht spannende und hilfreiche Konzepte. "Ohne Texteingabe - also visuell - suchen." Dank der Suchmaschinen sind wir in der Lage zu allem, was uns interessiert weiterführende Informationen zu finden. Den gewünschten Begriff einzugeben ist alles, was wir noch machen müssen. Oder wir lassen auch das mit dem Tippen. In manchen Situationen ist es bereits heute schon gut machbar. AR bedeutet ja letztlich, dass |
die Kamera aktiv nach einem bestimmten Bild sucht. Wenn ich also auf einer Vernissage bin, dann kann ich einzig duch das betrachten den kleinen Text, der sonst am Bildrand hängt vorgelesen bekommen, natürlich auch noch viel mehr, und in der Sprache die ich spreche. "Neue Eingabemöglichkeiten bereitstellen." Aufwändiger, jedoch mit einem hohen Mehrwert verbunden sind die neuen Eingabemöglichkeiten, die sich mit AR auftun. Was zunächst komplex klingt, ist es bei näherer Betrachtung gar nicht. Wenn meine Kamera doch schon Dinge erkennt, und wenn die AR dazu digitale Infos anheften kann - dann kann ich doch auch eine Art Menü erstellen. Genau, das geht. Wenn wir dem Gedanken weiter folgen, dann bedeutet das nichts anderes, als dass ich auf jeden Gegenstand bald einen Doppelklick ausführen kann. Und das heißt nichts anderes, als dass die physische Welt um uns herum eine Art Interface, also ein Eingabemedium werden wird. Überragend, den Gedanken muss man erstmal setzen lassen. Aber weiter: wenn ich also in der Weise mit Gegenständen und Orten in Kontakt treten kann - und das über mein Mobiltelefon mache - dann bringen mir die alten Eingabemethoden nichts mehr. Wir haben ja auch keine Maus am Smartphone, sondern einen Touchscreen. Neue Eingabemöglichkeiten durch AR, ein unbesetztes Feld. "Prozesse optimieren" Nicht alle, ganz klar. Aber es gibt relevante Nieschen. Ein Steinmetz kann nur 'schwer' all seine Muster zum Termin mitbringen. Mit AR könnte er jedoch im Verkaufsgespräch zeitgemäßer präsentieren. Man kann auch statt durch AR zu suchen überprüfen. SIeht also etwas so aus, wie ich es vereinbart habe. Ist ein physischer Gegenstand dort, wo er sein soll? Und zu guter letzt gibt es AR schon seit Jahren in der Industrie, z.B. bei der Fertigung, der Prototypenentwicklung oder Planung von Produktions-strassen. So viel zu tun ... |