optische AR

ARTOOLKIT    II    JUNAIO    II     QUALCOMM AR SDK    II    STRING

Augmented Reality (AR) boomt und mit zunehmender Beliebtheit steigt auch die Zahl der Plattformen, die Anwendern zur Auswahl stehen.

Um ein AR Projekt erfolgreich zu realisieren, muss zunächst die gewünschte Darstellungsform feststehen. Der Fachjargon unterscheidet zwischen optischer AR, die auf Oberflächen basiert und visueller AR, die durch Geokoordinaten ausgelöst wird. Für beide Formate gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Umgebungen, deren Anzahl beständig steigt. Einige sind sehr komplex, andere wiederum einfacher zugänglich, da sie auf die primären Funktionen und Anforderungen ausgerichtet sind.
   Um die Auswahl zu erleichtern, liefert dieser Artikel einen exemplarischen Überblick über die gängigsten Anbieter für optische AR – ARToolkit, junaio, QCAR und String. Weiterführende Links geben einen ersten Anhaltspunkt zur weiterführenden Recherche und Vertiefung des Themas. Im zweiten Teil der Serie folgt in der kommenden Woche ein entsprechender Service für visuelle AR.

AR ToolKit: Pionier aus Neuseeland

Das ARToolkit stammt von den HitLabz in Neuseeland und war als eines der ersten Tools auch für die breite Masse verfügbar. So basiert beispielsweise auch das Pionierprojekt von GE auf dieser Lösung, das 2008/09 viele Menschen erstmals mit AR brachte. Seitdem ist das ToolKit ein beliebter Ausgangspunkt für AR Interessierte weltweit, wurde mehrfach kopiert und in unzählige Lösungen integriert. Zudem dient es als Grundlage für viele flashbasierte AR Projekte im Netz. Die optische Erkennung basiert auf Markern, also vordefinierten und nur minimal beeinflussbaren Mustern. Erweiterungen auf „normale“ Bilder sind mit einigem technischen Aufwand zwar möglich – für den Anfang aber nicht notwendig. Stattdessen finden sich unter www.hitlabnz.org viele nützliche Tutorials und Programme, mit denen umgehend und ohne

Programmierung AR Szenarien erstellt werden können. Solange es nicht in einem kommerziellen Kontext verwendet wird, ist die Verwendung von ARToolKit kostenlos.

junaio: Baukasten für überzeugende Showcases 

Mit der bedienungsfreundlichen Webumgebung junaio stellt die Münchner Agentur metaio kostenlos das Grundwerkzeug zur Verfügung – erstellt werden können AR Lösungen für iOS und Android Geräte. Allerdings muss beachtet werden, dass nicht alle Features auch auf allen Versionen der Betriebssysteme laufen. Um ein Szenario zu erstellen, empfiehlt sich folgender Vorgang:

  - Kostenlosen Account anlegen
  - Channel erstellen
  - Eigene Daten strukturieren
  - Auf den Server legen
  - Channel freischalten

Junaio verknüpft AR mit individuellen Projektdaten, die in einem Ordner auf dem eigenen Server gespeichert werden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Dateien, die den Zugriff auf den Server verifizieren oder angeben, wo sich die AR Inhalte befinden und wie diese sich verhalten sollen. Typische Szenarien, die sich mit junaio abbilden lassen, sind Prototypen ohne Branding. Der klare Vorteil liegt in der schnellen Kommunikation: Erste Ansätze können umgehend publiziert und dem Projektpartner direkt auf dem eigenen Smartphone vorgeführt werden. Das fertige Projekt mitsamt allen Rechten bleibt Eigentum des Entwicklers, bei kommerziellen Szenarien ist es jedoch ratsam, sich mit dem junaio Sales Team (www.junaio.com) in Verbindung zu setzen. Mit der mobileSDK von metaio können auch gebrandete Lösungen kommerziell umgesetzt werden, die – abhängig von Plattform und Laufzeit – jedoch erhebliche Lizenzkosten mit sich bringen.


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