AR PRODUKTION
| Da aber die Hardware in Android Geräten meist auf Qualcomms Snapdragon Chipset basiert und viel leistungsstärker (Stichwort: asynchrone Dualcore Prozessoren, optimierte Grafikchips etc) ist, ergeben sich für das Testen zusätzliche Vorteile auf dieser Hardware. Hinzu kommt, dass Qualcomm's AR SDK (software development kit) explizit auf die Snapdragon Chips optimiert ist. Dies erklärt auch die extrem hohe Qualität der Ergebnisse. Letztlich ist das Veröffentlichen und versenden der eigentlichen Apps (die im *.apk Format ausgetauscht werden) grundsätzlich leichter, als es bei Apples ad hoc distribution möglich ist. Vor diesem Hintergrund lässt sich die ideale Produktionspipeline mit den Begriffen QCAR SDK, Unity3D und HTC-Smartphones zusammenfassen. Ein weiterer Vorteil hiervon ist, dass es nicht nötig ist, den kompletten für Android verwendeten Code neu schreiben zu müssen, sondern ihn praktisch 1:1 für iOS Projekte verwenden kann. Weite Teile der Inhalte liegen - wenn man dieser Argumentation folgt - auch in wiederverwendbaren Austauschformaten vor, die schnell auf web oder PoS Umgebungen optimiert werden können. Nachdem nun der Aspekt Geschwindigkeit ausführlich dargelegt wurde noch eine kurze Anmerkung zur Kostenminimierung. Die AR Entwicklungssoftware von Qualcomm (das QCAR SDK) steht kostenlos zur Verfügung. Interessierte können es entweder als Unity |
PlugIn oder als separate Bibliothek herunterladen. Aussagen von Qualcomm zufolge soll dies auch nach der Veröffentlichung der iOS Version so bleiben. Für den Zugriff auf vergleichbare Technologie, die vor noch nicht mal sechs Monaten noch zwischen 12 und 25 Tausend Euro gekostet hat muss man bei Qualcomm nichts bezahlen und darf die Ergebnisse trotzdem kommerziell und ohne Laufzeitbeschränkung nutzen. Der zweite Baustein ist die erwähnte Unity3D Umgebung. Hierbei handelt es sich um einen graphischen Editor, der eigentlich zur Erstellung von Spielen entwickelt wurde. Das QCAR PlugIn lässt sich bequem mit dem Editor manipulieren und ausbauen. Um die erstellte App letztlich auf Android oder iOS Geräten laufen zu lassen benötigt man eine Erweiterung von Unity3D. Diese ist nach Ablauf einer initialen und kostenlosen 30 Tage Probezeit separat zu erwerben. Die ersten 30 Tage jedoch ist das Tool komplett funktionsfähig. Zu Guter letzt noch ein Hinweis zu den Inhalten: viele Prototypen können schneller erstellt werden, wenn die passenden Elemente vorliegen. Nun ist aber nicht jedes Unternehmen versiert im Umgang mit z.B. 3D Daten. Ein hilfreicher Tipp ist turbosquid www.turbosquid.com - das ist ein Onlineverzeichnis zu hochwertigen aber auch teilweise kostenlosen 3D Elementen, die praktisch direkt in das QCAR / Unity3D Projekt integriert werden können. | |
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